Multiple Sklerose Pflege

PFLEGEHAFEN unterstützt Menschen mit fortgeschrittener Multipler Sklerose bei den Folgen der Erkrankung — von Spastik und zunehmender Immobilität über Blasen- und Schluckstörungen bis hin zur Beatmung in schweren Spätstadien. Wir versorgen Sie oder Ihren Angehörigen zu Hause oder in einer familiären Intensiv-Wohngemeinschaft in Hamburg und Schleswig-Holstein — so selbstbestimmt wie möglich, so umfassend wie nötig.

Verlässliche Begleitung bei Multipler Sklerose

MS verläuft bei jedem Menschen anders. Deshalb richtet sich unsere Pflege konsequent nach Ihrem Leben — nicht umgekehrt.

Was ist Multiple Sklerose?

Direktantwort: Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der das Immunsystem die Schutzhülle der Nervenfasern angreift und so die Reizweiterleitung stört. Weil die Beschwerden sehr unterschiedlich ausfallen, gilt MS als „Krankheit mit den 1.000 Gesichtern".

In Deutschland leben mehr als 280.000 Menschen mit MS, jährlich kommen über 15.000 Neudiagnosen hinzu; Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. MS ist bislang nicht heilbar, aber behandelbar — und viele Betroffene führen lange ein weitgehend selbstständiges Leben. Pflegebedarf entsteht vor allem in schweren, fortgeschrittenen Verläufen.

Welche Verlaufsformen gibt es?

Der Verlauf bestimmt maßgeblich, wann und welche Unterstützung nötig wird:

  • Schubförmig-remittierend (RRMS): die häufigste Form zu Beginn (bis zu 90 Prozent), mit Schüben und oft teilweiser Rückbildung.
  • Sekundär progredient (SPMS): geht bei einem Teil der Betroffenen nach 10 bis 15 Jahren aus der schubförmigen Form hervor und schreitet schleichend fort.
  • Primär progredient (PPMS): rund 10 Prozent schreiten von Beginn an schleichend fort, ohne klare Schübe.

Wann wird bei MS Pflege oder Intensivpflege nötig?

Direktantwort: Pflegebedarf entsteht, wenn die Selbstständigkeit im Alltag deutlich eingeschränkt ist — bei ausgeprägter Gehunfähigkeit, Bettlägerigkeit oder wenn Beatmung und Ernährungssonde erforderlich werden. Ein gebräuchliches Maß für den Behinderungsgrad ist die EDSS-Skala (0 bis 10): Ab etwa EDSS 7 sind Betroffene weitgehend auf den Rollstuhl angewiesen, ab EDSS 8 überwiegend bettlägerig.

Typische Auslöser, bei denen Betroffene und Angehörige uns kontaktieren:

  • Fortschreitende Lähmungen und Spastik, die Mobilität und Selbstversorgung stark einschränken.
  • Hoher Pflegegrad und zunehmende Abhängigkeit bei den Aktivitäten des täglichen Lebens.
  • Schluckstörungen (Dysphagie) mit Aspirationsgefahr, teils mit Ernährung über eine PEG-Sonde.
  • Respiratorische Insuffizienz in seltenen, sehr schweren Spätstadien, die eine Beatmung erforderlich macht.
  • Überlastung pflegender Angehöriger, die die Versorgung nicht mehr allein leisten können.

Finden wir gemeinsam heraus,
welche Pflegeleistungen zu Ihnen passen!

Pflege ist mehr als nur ein Dienst: Sie ist Begleitung, Vertrauen und Verantwortung. Gemeinsam finden wir den richtigen Weg für Ihre Versorgung.

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Wie unterstützt PFLEGEHAFEN bei MS?

Wir passen die Versorgung an den individuellen Verlauf an — von unterstützender Alltagshilfe bis zur außerklinischen Intensivpflege. Unsere Leistungen bei MS:

  • Hilfe bei Spastik und Lagerung: fachgerechte Positionierung, Bewegung und Kontrakturprophylaxe.
  • Mobilisation und Dekubitusprophylaxe: konsequente Druckentlastung bei Immobilität und Bettlägerigkeit.
  • Kontinenz- und Ernährungsmanagement: Versorgung bei Blasen- und Darmstörungen sowie bei PEG-Sonden.
  • Dysphagie-Management: sichere Nahrungsgabe und Aspirationsschutz bei Schluckstörungen.
  • Beatmungs- und Trachealkanülenmanagement: für die seltenen, aber anspruchsvollen Fälle mit Beatmungsbedarf.
  • Umgang mit Fatigue: eine Tagesstruktur, die Kräfte schont und Lebensqualität erhält.
  • Alltag und Teilhabe: mit unserer Begleit- und Betreuungspflege fördern wir soziale Teilhabe und Selbstbestimmung.

Zu Hause oder in der Intensiv-WG — was passt zu Ihrem MS-Verlauf?

Beide Wege bieten dieselbe fachliche Sicherheit — der Unterschied liegt im Umfeld. Für Menschen mit MS steht Selbstbestimmung besonders im Vordergrund — beides lässt sich gestalten.

  • Wählen Sie die Pflege zu Hause, wenn Sie in vertrauter Umgebung leben möchten und die nötige Versorgung sich dort organisieren lässt — von stundenweiser Hilfe bis zur 24/7-Betreuung.
  • Wählen Sie eine Intensiv-Wohngemeinschaft, wenn eine durchgängige Betreuung in barrierefreier, familiärer Gemeinschaft mehr Sicherheit und Entlastung bietet.

Wie beginnt die Versorgung bei PFLEGEHAFEN?

01

Kontakt aufnehmen & Beratungsgespräch

Wir nehmen uns Zeit für Ihre Geschichte: Wir erfragen Ihren Gesundheitszustand, wir klären Bedarf, Wünsche und offene Fragen.

02

Versorgung
organisieren

Wir stimmen uns mit Ärzt:innen und Krankenkasse ab und erstellen ein individuelles Pflegekonzept.

03

Pflege beginnt

Unser Team setzt den Pflegeplan strukturiert, dokumentiert und anpassbar um. Ihr festes Team übernimmt zuverlässig ab dem ersten Tag.

Pflege mit Herz.

Pflege ist mehr als nur ein Dienst: Sie ist Begleitung, Vertrauen und Verantwortung. Gemeinsam finden wir den richtigen Weg für Ihre Versorgung.

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Entlastung für Angehörige

MS begleitet Familien oft über viele Jahre, in denen der Pflegebedarf langsam wächst. Sie müssen nicht warten, bis nichts mehr geht. Wir unterstützen früh und flexibel — mal stundenweise, mal rund um die Uhr — und wachsen mit den Anforderungen mit. So bleibt Ihnen Kraft für das, was zählt: die gemeinsame Zeit.

Häufige Fragen zur MS-Pflege (FAQ)

Wird man mit MS zwangsläufig zum Pflegefall? Nein. MS verläuft sehr unterschiedlich, und viele Betroffene leben lange weitgehend selbstständig. Pflegebedarf entsteht vor allem in schweren, fortgeschrittenen Verläufen — und lässt sich mit passender Unterstützung gut begleiten.

Ab wann braucht man bei MS häusliche Pflege? Wenn Alltagstätigkeiten wie Körperpflege, Mobilität oder Ernährung nicht mehr allein bewältigt werden können. Als Orientierung dient auch die EDSS-Skala: Ab etwa EDSS 7 (weitgehend auf den Rollstuhl angewiesen) steigt der Unterstützungsbedarf deutlich.

Kann man mit schwerer MS zu Hause gepflegt werden — auch mit Beatmung? Ja. Unsere außerklinische Intensivpflege ermöglicht auch die Versorgung beatmungspflichtiger Patient:innen zu Hause oder in einer Intensiv-Wohngemeinschaft.

Wie hilft ein Pflegedienst bei Spastik, Fatigue und Blasenstörungen? Mit fachgerechter Lagerung und Bewegung bei Spastik, einer kräftesparenden Tagesstruktur bei Fatigue und professioneller Versorgung bei Blasen- und Darmstörungen — abgestimmt auf Ihren individuellen Bedarf.

Was ist der Unterschied zwischen Pflegedienst und außerklinischer Intensivpflege bei MS? Ein klassischer Pflegedienst unterstützt bei der Grundpflege. Die außerklinische Intensivpflege ist auf hochkomplexe Situationen spezialisiert — etwa Beatmung, Tracheostoma und die Überwachung vitaler Funktionen rund um die Uhr.

Wer trägt die Kosten der MS-Pflege? Grundpflege und Betreuung laufen in der Regel über die Pflegekasse, medizinische Behandlungspflege und außerklinische Intensivpflege über die Krankenkasse. Den individuellen Anspruch klären Sie mit Ihrer Kasse; wir unterstützen Sie dabei.